Der Untere Inn

  

Von Christian Wagner, Christian.Wagner@bio.tum.de; Heidi und Tilmann Kloos und Carolin Miller, cmiller@gmx.de

 

Das Europareservat Unterer Inn, teils auf bayerischer, teils auf österreichischer Seite, ist wohl eines der besten Vogelbeobachtungsgebiete im bayerischen Raum. Es gehört zu den wichtigsten Drehscheiben im interkontinentalen Vogelzug. Deswegen ist der Untere Inn eines von 27 RAMSAR-Gebieten in Deutschland.  Bisher wurden am Unteren Inn über 300 Vogelarten nachgewiesen. Neben ausgedehnten Wasser, Schlick- und Schilfflächen kann am Inn auch in den flussbegleitenden Auwäldern beobachtet werden. Dabei sind für die Spechte März und April die besten Monate, während man Singvögel am einfachsten im Mai und Anfang Juni findet. Je nachdem ob man nur die besten Limikolenplätze wie die Staustufen Egglfing und Ering besucht oder noch im Auwald und an weiteren Innabschnitten beobachtet, lässt sich ein Besuch am Inn als Tages- oder Mehrtagesexkursion gestalten.

 

Voraussetzungen:

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar: Ja, wenn mit Fahrrad kombiniert. 

Ausrüstung: Spektiv und Fernglas

Zugänglichkeit der Beobachtungsstellen: meistens leicht; Für die Beobachtung im Auwald müssen längere Wege in Kauf genommen werden.


Interessante Arten:

Silberreiher (fast ganzjährig), Seidenreiher (Sommergast bis in den September; eine der besten Beobachtungsstellen für diese Art in Deutschland) und Nachtreiher (Brutvogel von Mitte April bis Mitte August). Die Zwergdommel ist, wie auch der Schwarzhalstaucher, seltener Brutvogel. Weiterhin ist der Untere Inn ein bedeutendes Mausergebiet für Enten. Brandgänse brüten vor allem auf der Staustufe Ering und sind in der Zwischenzeit ganzjährig zu beobachten. Kolbenenten brüten zwischen Salzachmündung und Staustufe Ering in geringen Zahlen und fehlen nur im Winter. Es gibt wenige Paare Rohrweihen und Baumfalken. Kornweihen und Seeadler überwintern. Wasserralle und Tüpfelsumpfhuhn brüten regelmäßig. Sie können bei richtigem Wasserstand vor der Vegetation auf den Schlickbänken beobachtet werden. Der Untere Inn ist ein wichtiger Rastplatz für Limikolen (z. B. auch Teichwasserläufer im August). Bis März 1997 wurden 39 Limikolenarten nachgewiesen. Immer wieder werden asiatische oder amerikanische Irrgäste gemeldet (2001 z. B. Weißschwanzkiebitz und Weißbürzelstrandläufer). Schwarzkopfmöwen brüten seit mehreren Jahren erfolgreich oberhalb Katzenbergleithen. Auf dem Frühjahrs- und Herbstzug kann man Trauer-, Weißflügel-, Weißbart- und Raubseeschwalben beobachten. Flussseeschwalben brüten in kleiner Anzahl. Für diese Arten sollte ein Tag an den Beobachtungsstellen Ering, Katzenbergleithen und Minaberg (nur für Nachtreiher interessant) eingeplant werden. Ein Spektiv ist unerlässlich.

Ein weiterer Tag sollte für die Arten der Schilfröhrichte und Auwälder eingeplant werden: Grauspecht, Kleinspecht, Pirol und Sommergoldhähnchen sind Brutvögel der Auwälder, in dem in geringer Dichte auch der Trauerschnäpper vorkommt. Bei Aigen kann man Schlagschwirl und Beutelmeise finden. Blaukehlchen findet man mit etwas Glück in den Schilfröhrichten. Rohrschwirl, Schilfrohrsänger und Drosselrohrsänger sind seltene Brutvögel in den Röhrichten. Der Schwarzspecht kommt nur in Buchengruppen bei Irching und im Weilharstforst an der Salzachmündung vor, der Grünspecht bevorzugt Ortsränder und Gärten.


Lebensräume:

Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts war der Inn ein ungebremster Alpenfluss, der sich regelmäßig ein neues Bett suchte. Um 1900 wurde der unberechenbare Fluss deswegen begradigt und mit Hochwasserdämmen eingefasst. Durch den schnelleren Abfluss tiefte sich der Fluss ein und die Flußauen trockneten aus. In den Vierziger Jahren des 20. Jahrhunderts wurden zur Stromgewinnung insgesamt 5 Stauwerke errichtet. Dabei entstanden überwiegend Durchleitungskraftwerke mit einem großen Stauraum, deren Dämme sich an der oftmals an der ehemaligen Aue orientieren. Durch die verminderte Fließgeschwindigkeit lagerte sich die Sedimentfracht in den Staubecken ab. Schon nach 20 Jahren entstanden die ersten Inseln. In der Zwischenzeit bildete sich in den Stauseen Ering und Egglfing eine Sukzessionsabfolge vom offenen Tiefwasser über Flachwasserbereiche, Schlick- und Sandbänke hin zu Pioniergesellschaften und Auwaldbereichen. Im Umgriff des Flusses sind einige größere Reste alter Auwälder erhalten geblieben.

Durch die Verlandung der Seen verändern sich die Wasservogelbestände. Tauchenten, in den Siebziger Jahren noch sehr stark vertreten, nehmen ab. Die Abnahme der Schwimmenten dagegen fällt bisher nur gering aus. Zunahmen konnten bei den Fischfressern verzeichnet werden.


Information:

Informationszentrum Europareservat Unterer Inn, Innwerkstraße 15, 94140 Ering/ Inn, Tel./Fax. 08573/1360

Internet:

Eine Gebietsübersicht, weitere Informationen zur Entstehung des Gebietes, zur Anreise, zur Fortbewegung (z. B. auch mit dem Fahrrad sehr gut zu  erkunden), zum Naturschutzzentrum in Ering und zu Nächtigungsmöglichkeiten findet man unter www.europareservat.de. Etwas versteckt unter "Aktuelles", "PNP-Online" findet man die Termine der regelmäßigen Führungen und das Radwegenetz am Unteren Inn. Eine Artenliste ist auf der Internetseite nicht zu finden, die aktuellen Beobachtungen unter "Aktuelles" werden nicht regelmäßig aktualisiert. Auf der Internetseite ist auch die Lage des bayerisch-oberösterreichischen Infozentrums des Europareservats Unterer Inn abgebildet.

Eine gute Karte für die Staustufe Egglfing gibt es unter www.marienhof.co.at

Literatur:

Das Infozentrum Unterer Inn in Ering hält zum einen viele Informationen zum Gebiet, zum anderen aber auch eine offenen Ohr bei Fragen bereit.

Folgende Topographische Karten 1:50.000 decken das Gebiet ab:

§         L 7744 Simbach am Inn

§         L 7742 Altötting. Die Lage der Nachtreiherkolonie ist damit nicht abgedeckt.

Weitere Veröffentlichungen zum Gebiet:

  • Lohmann, Michael (1989): Vogelparadiese in Süddeutschland: Band 2: West- und Süddeutschland mit 58 Gebietsbeschreibungen - Parey Verlag, Hamburg, Berlin, 285 Seiten.

  • Reichholf, J. (1988): Auswirkungen des Angelns auf die Brutbestände von Wasservögeln im Feuchtgebiet von internationaler Bedeutung ”Unterer Inn”. Vogelwelt 109: 206-221.

  • Reichholf, J. (1994): 25 Jahre Wasservogelzählung am unteren Inn. - Mitteilungen der Zoologischen Gesellschaft Braunau Bd.6(1), 1-92 (ISSN 0250-3603).

  • Reichholf, J. & H. Reichholf-Riehm (1982): Die Stauseen am unteren Inn. Ergebnisse einer Ökosystemstudie. Berichte ANL Laufen/Salzach 6: 47-89.

  • Reichholf-Riehm, H. (1990): Zusammenstellung naturkundlicher Literatur über den Unterer Inn. Zool. Gesellschaft Braunau. 352.

  •  Reichholf-Riehm, H. (1991): Unterer Inn (Band 2): Vogelwelt der Innstauseen. – Innwerk Aktiengesellschaft, Töging Zweckverband Fremdenverkehr Rottal-Inn, Altötting, 128 Seiten.

  • Reichholf-Riehm, H. & Reichholf, J. (1989): Unterer Inn, Ökologie einer Flusslandschaft. – Innwerk Aktiengesellschaft, Töging Zweckverband Fremdenverkehr Rottal-Inn, Altötting, 116 Seiten.

Notwendig sind diese Schriften nicht, eine Vertiefung in das Gebiet erlauben sie allemal.


Im Gebiet unterwegs:

Die für die Vogelbeobachtung interessanten Stauseen Simbach, Ering und Egglfing liegen zwischen Burghausen an der Salzach und Schärding, bzw. Passau. Erreichbar sind Sie zum einen mit dem PKW auf der B12 von München oder Passau, bzw. mit der Bahn (http://www.bahn.de/). Die relevanten Bahnhöfe sind Simbach auf deutscher Seite bzw. Braunau auf österreichischer. Die Anbindung der Beobachtungspunkte an das öffentliche Nahverkehrsnetz ist nicht besonders gut. Man wird also entweder mit dem PKW anreisen müssen oder sich im Gebiet mit dem Fahrrad fortbewegen, was eine ernstzunehmende Alternative ist. Die Dämme sind fast ausnahmslos mit dem Fahrrad befahrbar, während man mit dem PKW nicht alle Stellen anfahren darf und oft Umwege in Kauf nehmen muss. Für genauere Informationen empfiehlt sich die Homepage des Infozentrums (s.o.) oder besser die Broschüre: 

§         Grenzenlos Radeln, Inn - Salzach - Donau (Schubert und Franzke) (ca. 10 €). 

Die billigere Alternative stellt die Karte: 

§         Erlebnisregion Aenus Salzach - Inn - Donau (ca. 1€) dar. 

Beide Artikel sind über das Infozentrum oder über die Tourismusinformation Inn-Salzach (D-84503 Altötting, Kapellplatz 2a, Tel. ++49/(0)8671/506228, Fax ++49/(0)8671/85858) erhältlich. Fahrradverleih ist in vielen Orten möglich, z.B. verschiede Gasthäuser oder Pensionen in Ering oder in Obernberg (Landhotel Goldenes Kreuz). Zentralere Orte, mit Schwerpunkt auf die Innstaustufe Egglfing und die Auwälder bei Egglfing, sind allerdings Kirchdorf, Obernberg (beide Österreich) oder Egglfing auf deutscher Seite (Adresse siehe Unterkunft).

Mit dem Fahrrad kann der Inn auch bei Ering überquert werden. Für Autofahrer bilden die Grenzübergänge bei Simbach/Braunau und Obernberg die einzigen Alternativen.

Wer in Kirchdorf Quartier machen will und keinen Privatwagen hat kann mit dem Zug nach Mining oder Obernberg-Altheim fahren (dort im Spiel-Sport-Zweirad Hatzmann (0043/7723/42343) auch Fahrradverleih).

Achtung: Es sollte nicht vergessen werden, dass Teile des Beobachtungsgebietes auf österreichischem Boden liegen. Obwohl keine regelmäßigen Grenzkontrollen stattfinden, sollte man einen Personalausweis dabei haben.

 

Beobachtungsmöglichkeiten:

Bei der Planung des Aufenthaltes sollte beachtet werden, dass man in Ering von der deutschen Seite aus in nordöstlicher Richtung auf die Wasserflächen schaut, was die Beobachtungen während des Tages – sofern die Sonne scheint – erschwert. Von Katzenbergleithen auf österreichischen Seite schaut man nach Nordwesten, so dass tagsüber gute Beobachtungsbedingungen herrschen.

Nachtreiherkolonie bei Minaberg (1)

Von Simbach kommend fährt man auf der B12 bis nach zirka 40 km eine Abzweigung nach Bad Füssing kommt. Dort biegt man rechts in Richtung Bad Füssing auf die Staatsstraße 2110 ein und passiert nahe Egglfing die Grenze . Auf der österreichischen Seite liegt die kleine Stadt Obernberg. Von dort kommt man mit dem Auto oder Fahrrad schnell und einfach in die Gebiete flussabwärts (Minaberg) und flussaufwärts (Staustufe Egglfing, siehe unten), die man von der österreichischen Flussseite am besten einsehen kann.

Man verlässt die Hauptstraße bald nach der Grenze nach rechts. Oberhalb der Ausfahrt verzweigt sich die Straße: nach links sind es 5 km nach Kirchdorf und nach rechts 4 km nach Reichersberg. Für die Nachtreiher fährt man nach rechts, erst durch das Zentrum von Obernberg, dann durch Reichersberg. 100 m nach der Ortsausfahrt kommt eine Stoppstraße: dort fährt man nach links. Bald beginnt mit wenigen Häusern links der Straße ein kleines Dorf mit einem kleinen, weißen Ortsschild "Minaberg", das nach weiteren rund 100 m schon wieder endet. 20 m vor dem Schild am Ortsende, das die 60 km/h-Begrenzung aufhebt, biegt man auf einen kleinen Weg nach links ein. Nach weiteren rund 200 m ist der Weg für Autos gesperrt, so das man sein Fahrzeug hier abstellen muss. Hinter einem großen Gehöft hört der Asphalt bald auf; der Weg (A) ist dann geschottert und für Fahrräder gut befahrbar. Links des Weges liegen Wald und eine Schlucht, rechts sind Felder. Man geht diesen Weg nun 700 m nach Nordwesten an der Hangkante entlang. Nach einigen Kurven erreicht man eine Beobachtungsplattform, 30 m hinter einem überdachten Picknick-Platz. Von hier aus kann man jetzt hinunter auf den Fluss, Inseln, Schilf und naturnahe Auwaldvegetation blicken. Mit etwas Glück und Geduld findet man während der der Brutzeit zwischen Mitte April und Mitte August Nachtreiher. Daneben halten sich in diesem Bereich gelegentlich Silberreiher auf. Grün- und Schwarzspecht sind manchmal in der Umgebung der Plattform zu beobachten.

Auf dem Rückweg kann man den Feldweg Richtung Minaberg benutzen. Er beginnt an dem Weg zur Plattform ein kurzes Stück hinter der Plattform rechts. Mit Glück lassen sich hier Rebhühner beobachten.

Reichersberger Au

Vom Stift Reichersberg aus kann man die einmalige Reichersberger Au erwandern (B). Vom Stift aus folgt man einem kleinen Weg, der zuerst am Stift entlang und danach zum Inn führt. Am Inn folgt man dem Weg stromabwärts in die Reichersberger Au.

Staustufe Egglfing (Obernberg) (2)

Katzenbergleithen:

An der Staustufe Egglfing ist im Prinzip der gesamte Bereich zwischen Kirchdorf und Obernberg interessant. Im folgenden werden einige Stellen beschrieben, die gut erreichbar sind, und von denen man einen guten Einblick hat. Katzenbergleithen ist in den letzten Jahren der beste Platz für Limikolen gewesen und ein Muss bei einem Besuch des Gebietes. Weitere Arten, die man mit hoher Stetigkeit antreffen kann, sind Seiden- und Silberreiher, Rohrweihe und viele Entenarten. Dabei sollte man auch auf Brandgänse und Schwarzkopfmöwen achten, die sich hier als Brutvögel mittlerweile fest etabliert haben. Der Teichwasserläufer wird v.a.im August alljährlich an diesem Stausee angetroffen.

Das Beobachtungsgebiet flussaufwärts der Staustufe Egglfing erreicht man, indem man bei Obernberg auf die B 142 in Richtung Kirchdorf fährt. Nach 1,3 km bei einem kleinen Rastplatz geht eine kleine Straße nach rechts steil abwärts (Schild: "Mosthof Staufenberg" und „Güterweg Katzenbergleithen“ X1). In diese Straße fährt man hinein. Nach einem weiteren Kilometer fährt man in einen Schotterweg, der nach rechts zum nahen Fluss führt (ebenfalls Schild "Mosthof Staufenberg"). Nach der ersten 90° Kurve kommt man nach 200 m zu einem kleinen Hüttchen am Auwaldrand. Hier parkt man (P1). Von dort und von einer Stelle rund 300 m weiter flussabwärts, an dem ein Münzfernrohr steht, kann man schön auf die flachen Wasserstellen und Sandbänke schauen. Zurück auf dem Hauptweg und noch 1,5 km weiter sieht man auf der rechten Seite einen Beobachtungsstand hinter einer Busch-/Baumreihe liegend, der 50 m von der Straße entfernt am Ufer steht (P2). Von der Plattform aus hat man eine gute Übersicht, wenn auch ein wenig durch die Ufervegetation eingeschränkt. Links (flussaufwärts) des Beobachtungsstandes führt ein einfacher Feldweg zwischen den Bäumen am Ufer und einem Feld parallel zum Fluss entlang. Hier hat man immer wieder hervorragende Einblicke auf die Schlickflächen. 

Das Gebiet ist auch von Kirchdorf aus erreichbar: Von Simbach/Braunau aus folgt man der E552 (entspricht der Straße 148) bis Altheim. Dort biegt man auf die 142 Richtung Schärding ab. Nach dem Bahnübergang fährt man links abbiegend nach Gimpling und in Gimpling nach rechts, um dann nach drei Kilometern nach Kirchdorf zu kommen. 400 m nach dem Ortsschild geht nach links eine kleine Straße ab, ein Hinweisschild „Güterweg Katzenbergleithen" kennzeichnet den kleinen Weg (X2). Nach 800 m steht auf der linken Seite der Beobachtungsturm.

Auch vom Deich des Stausees auf der deutschen Seite kann man beobachten, jedoch sind die flachen Wasserstellen von dort viel weiter entfernt.

Auwaldbereich zwischen Aigen und Egglfing

Der Auwaldbereich zwischen Aigen und Egglfing ist ein guter Platz um typische Auwaldarten und Schilfarten zu beobachten. Dazu gehören Drosselrohrsänger, Pirol, Beutelmeise oder Blaukehlchen. Direkt bis zum Damm kann man nur an einer Stelle fahren (P3). Diese erreicht man, indem man von der B12 zunächst nach Aigen und in dem Ort bis zu einer abknickenden Vorfahrt fährt. Hier fährt man geradeaus in die Alte Schulstraße bis zu einer T-Kreuzung. An dieser Kreuzung fährt man rechts in die Bauerngasse und kurz darauf links in den Dammweg (ein Schild weist Richtung Inn) bis man an einen Parkplatz am Damm kommt. Die sehr naturnahe Weichholzaue vor dem Damm (X3) ist gut für Pirol und Drosselrohrsänger. Dies ist auch ein guter Platz für die Wasserralle. Ein Besuch dieses Bereiches lohnt sich v.a. früh morgens. Durch den Auwald führen verschiedene Wirtschaftswege, die man zur Vogelbeobachtung nutzen kann (z.B. von P3 aus: rot markiert).

Staustufe Ering (Frauenstein) (3)

Parkplatz Staudamm

Die B12 von Osten kommend folgt man auf Höhe von Ering einem Schild "Europa-Reservat Ering"; man findet relativ leicht das Infozentrum Unterer Inn und etwa 600 m weiter die Anlagen der Staustufe. Vor dem Tor ist ein Parkplatz. Zu Fuß oder per Fahrrad kann man über den Staudamm nach Österreich gelangen, von wo man auch beobachten kann. Schneller ist man, wenn man auf der deutschen Seite nach rechts, also Inn-aufwärts den Damm entlang geht. Schon vom Parkplatz aus ist flussaufwärts der Bereich mit flachem Wasser, Sandbänken und Inseln sichtbar (300 Meter Fußweg). Hier können Reiher, Enten, Rallen, Limikolen, Seeschwalben und Möwen beobachtet werden. Der Beobachtungspunkt ist in den letzten Jahren nicht mehr so ergiebig, wie die Bereiche der Staustufe Egglfing, aber trotzdem ist ein Besuch lohnenswert. Im weiteren Verlauf des Damms ergeben sich immer wieder Ausblicke auf Schilfränder und Buchten verschiedener Inseln. Gleich hinter dem Damm liegen die vom Inn abgeschnittenen Auwaldbereiche. Schon vom Damm aus wird man in ihnen Pirol oder Grünspecht hören können. Des weiteren kommen in diesem Auwald Schwarz- und Kleinspecht vor.

Beobachtungsturm Eglsee (4)

Von dem Infozentrum Unterer Inn fährt man zurück in den Ort Ering. Durch Ering folgt man einem kleinen weißen Schild zum Vogelbeobachtungsturm. Noch in Ering fährt man links dem Wegweiser Vogelschutzgebiet nach. Man erreicht dann durch Grießer und Auggenthal der Hauptstraße folgend auf einem asphaltierten Feldweg nach gut 5 km Eglsee, wo es einen Beobachtungsturm kurz hinter dem Ort am Ufer gibt. Er liegt etwas versteckt, so dass man ihn meist erst im Vorbeifahren sieht. Gegenüber ist ein Parkplatz.

Wenn man von Westen kommt, verlässt man die B12 100 m östlich der letzten Häuser des kleinen Ortes Buch. Kleine Hinweisschilder "Staudach, Heitzing, Eglsee, Grießer" und "Vogelschutzgebiet" sind hinter einer Pappel verborgen. Nach 2,2 km erreicht man auf einer kleinen Straße den Beobachtungsturm.

Vom Turm aus ist oft ein Chileflamingo zu entdecken, der sich schon seit einigen Jahren hier aufhält (Gefangenschaftsflüchtling). Im Sommerhalbjahr sind oft Fluss- und Sumpfseeschwalben sowie Silber- und gelegentlich Seidenreiher von dem Turm aus zu sehen.

Der Seeadler überwintert von November bis März regelmäßig am Unteren Inn und kann am besten beobachtet werden, indem man westlich des Egglsee-Turms die Flächen flussaufwärts absucht. 

Hagenauer Bucht (5)

Die Hagenauer Bucht liegt auf der österreichischen Seite und kann auf zwei Wegen erkundet werden. Für einen Überblick über die, im Winter nicht zufrierenden und dann interessanten, Wasserflächen fährt man von Simbach aus über die Staatsgrenze nach Braunau und nach Braunau (je nach Fahrtweg entweder an Braunau vorbei oder hindurch) auf der E552 (entspricht der Straße 148) Richtung Altheim. In Sankt Peter am Hart biegt man links nach Hagenau ab (ausgeschildert). Nach 2 Kilometern erreicht man Hagenau, das man bis zum Ende durchquert. Kurz vor dem Schloss und nach einer Informationstafel auf der rechten Seite muss man links abbiegen. Nach weiteren 400 m endet die Straße an einer Schranke. Von dort aus hat man einen guten Überblick über die Bucht.


 

Unterkunft:

Folgende Übernachtungsmöglichkeiten können im Internet recherchiert werden:

 

Bayernkarte                Hauptseite


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