Dithmarscher Speicherkoog

  

Felix Weiss

Stand: Juli 2003

Der Dithmarscher Speicherkoog an der Meldorfer Bucht gehört zu den jüngsten eingedeichten Gebieten an der deutschen Nordseeküste. Deichschluss war erst in den 1980er Jahren. Die Nähe zum Wattenmeer, weite Flachwasser und Grünlandflächen sowie die guten Beobachtungsbedingungen machen das Gebiet ganzjährig interessant für Vogelbeobachter. Es zeichnet sich insbesondere durch seine reiche Wasservogelwelt aus; so sind alleine 48 Limikolenarten im Gebiet nachgewiesen worden. Die Naturschutzgebiete „NSG Kronenloch“ und „NSG Wöhrdener-Loch“ im Nordteil werden vom NABU betreut und sind Teil des RAMSAR Gebietes „Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer und angrenzende Gebiete“.

 

Voraussetzungen:

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar: Ja, wenn mit Fahrrad kombiniert.

Ausrüstung: Fahrrad, Spektiv und Fernglas.

Zugänglichkeit der Beobachtungsstellen: leicht; der Südteil ist Waffenerprobungsgelände der Bundeswehr und zeitweise gesperrt.


Interessante Arten:

Im Herbst werden nach orkanartigen Stürmen aus West bis Nordwest regelmäßig Pelagen in der Meldorfer Bucht beobachtet. Mehrere Rohrdommeln haben ihre Reviere in den Schilfflächen im „NSG Kronenloch“ sowie angrenzenden kleineren Schilfflächen. Löffler besuchen den Koog im Sommer regelmäßig. Der nächste Brutplatz auf Trischen ist nur 20 km entfernt. Von November bis März rasten Singschwäne auf den Äckern im Nordkoog, Zwergschwäne sind seltener. Weißwangengänse, Pfeifenten und Blässgänse sind besonders im Oktober und März in großen Trupps zu beobachten. Unter den Gänsen "verstecken" sich regelmäßig auch Rothalsgänse und Zwerggänse. Brandgänse und Gründelenten rasten besonders im März/April und September/Oktober in großer Zahl im Gebiet. Im Südkoog sind im Winter Zwergsäger zu beobachten. In den Ackerflächen außerhalb des Koogs brüten mehrere Paare der Wiesenweihe. Sie sind von Mai bis September jagend im Koog zu beobachten. Von Oktober bis März finden sich nordische Greifvögel besonders im Südkoog ein. Rauhfußbussard, Kornweihe, Wanderfalke und seltener der Merlin sind dann leicht zu beobachten. Mehrfach wurde auch der Gerfalke nachgewiesen. In den Ackerflächen kann man noch regelmäßig Rebhühner beobachten. Austernfischer, Säbelschnäbler, Kiebitz, Rotschenkel und Uferschnepfe sind häufige Brutvögel. Alpenstrandläufer, Kampfläufer und Seeregenpfeifer sind im Koog als Brutvögel mittlerweile ausgestorben (der Seeregenpfeifer wird auch nur noch selten beobachtet. Bessere Gebiete für diese Art sind Westerhever und Sankt Peter Ording). Arktische Limikolen wie Sandregenpfeifer (auch ssp. tundrae), Kiebitzregenpfeifer, Steinwälzer (Frühjahr) , Knutt, Alpenstrandläufer, Sichelstrandläufer (Herbst), Zwergstrandläufer (Herbst), Kampfläufer und Pfuhlschnepfen rasten nur während relativ kurzer Zeiten in großer Zahl im Koog. Im Frühjahr die zweite Maihälfte und im Herbst von Mitte Juli bis Mitte September sind die Spitzenzeiten. Bis auf Zwergstrandläufer und Sichelstrandläufer können die Arten aber praktisch ganzjährig beobachtet werden. Grünschenkel und Dunkler Wasserläufer erreichen ihre Maximalbestände Ende April und im Juli/August. Im August rasten bis zu 50 Regenbrachvögel im Wöhrdener Loch. Im Mai und August/September werden regelmäßig Mornellregenpfeifer, Sumpfläufer, Graubruststrandläufer, Teichwasserläufer, Terekwasserläufer (Mai) und Odinshühnchen beobachtet. Dies jedoch nur in sehr kleiner Zahl und auch nicht alljährlich. Jedes Jahr werden seltene Limikolen nachgewiesen darunter waren in der Vergangenheit u.a. Triel, Bairdstrandläufer und Kleiner Gelbschenkel.

Im Herbst sind im Koog nach Westwindlage regelmäßig Raubmöwen zu sehen. Neben den häufigen Möwenarten sind fast ganzjährig Zwergmöwen zu beobachten. Auch eine Reihe seltener Möwenarten wurde nachgewiesen. Die Lachseeschwalbe brütet nicht mehr im Koog. Die Kolonien haben sich weiter nach Süden verlagert. Die Art kann aber noch regelmäßig besonders im Südkoog, meist entlang der Deiche jagend, beobachtet werden. Sumpfohreulen brüten in manchen Jahren im Koog und sind regelmäßige Wintergäste. Unter den Singvögeln sind Feldlerche, Wiesenpieper, Uferschwalbe, Schilfrohrsänger, Teichrohrsänger, Fitis und in zunehmendem Maße Blaukehlchen die charakteristischen Brutvogelarten. Im Winter sind Ohrenlerche, Berghänfling und Schneeammer zu beobachten.


Lebensräume: Außendeichs: Sandwatt, Schlickwatt, Salzwiesen beweidet und unbeweidet, Molen und Lahnungsfelder. Innendeichs: Ackerflächen, Grünland extensiv genutzt, Sukzessionsflächen mit Weiden, Schilf, flache Süß-  Brackwasserflächen und Schlickflächen.


Information:

http://www.umwelt.schleswig-holstein.de/servlet/is/5639/dithmar.html weitere umfassende Informationen zum Gebiet

http://www.dithmarschen.de die Seite des Landkreises; u.a. viele Informationen zu Exkursionen, Historischem und Museen

http://www.nabu-sh.de/bereiche.htm NSG Kronenloch (NABU)

http://www.nordseetourismus.de Nordsee-Tourismus-Service

http://www.ferienmagazine.com/dithmarschen/umschau/umschau39.html Unterkünfte, Essen,...; Touristisches in Meldorf

http://michischeffler.bei.t-online.de/dithmarschen-busse/liniennetz.htm Informationen zum ÖPNV

http://www.kueste.de/karte/21.htm Lagekarte

http://www.kueste.de/speicherkoog/impressionen.htm Touristisches


Anfahrt:

Mit der Bahn und dem FahrradDie nächsten Bahnhöfe sind in Büsum und Meldorf. Weitere Infos unter http://www.bahn.de.

Mit dem Auto: Von Hamburg über die A23 Richtung Heide Abfahrt Albersdorf dann Richtung Meldorf bis man auf die B431 stößt. Dieser folgen bis man in Meldorf auf die B5 stößt. Hier links abbiegen. Nach ca. 500m rechts in die Hafenchaussee. Dieser folgen bis nach ca. 1,5 km links eine Strasse abgeht. Dieser bis zum Koog folgen. Achtung: große Teile des Kooges sind für den öffentlichen Autoverkehr gesperrt, was auch aus Naturschutzgründen unbedingt zu respektieren ist!


Grundsätzliches zum Beobachten im Gebiet:

Der Südkoog ist Waffenerprobungsgelände der Bundeswehr und daher zeitweise gesperrt. Dieses wird durch rote Signalbälle signalisiert. Schilder beachten!

Große Bereiche sind für Autos gesperrt (Naturschutz, Landwirtschaft, Militär: siehe Karten) darunter der gesamte Südkoog. Zudem gibt es nur wenige Parkmöglichkeiten. Es empfiehlt sich daher, ein Fahrrad mitzunehmen. Die Entfernungen sind sehr groß (das Gebiet hat eine Nord- Süd Ausdehnung von ca. 15 km).

Das Betreten der Naturschutzgebiete ist verboten und auch überflüssig da alle (!) interessanten Flächen von den Strassen aus eingesehen werden können.

Wegen der oftmals großen Entfernung zu den Vögeln ist ein Spektiv essentiell. Im Sommer ist dabei wegen der großen Beobachtungsdistanzen Hitzeflimmern ein Problem. Sinnvoll beobachten kann man dann meist nur morgens und abends. Der Abend ist am günstigsten zum Beobachten, da man meistens in Richtung Osten beobachtet.

Viele Entenvögel, Limikolen und Möwenvögel suchen ihre Nahrung im Watt und rasten nur von ca. 2 Stunden vor bis zwei Stunden nach Hochwasser an sogenannten Hochwasserrastplätzen im Koog. Es ist daher wichtig die Gezeitenvorhersage zu kennen. Diese gibt das  Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrografie heraus (für aktuelle Infos dem Link folgen). Die Gezeiten in der Bucht stimmen mehr oder weniger mit denen von Büsum überein. Genauer sind jedoch die Daten von "Helmsanderkoog Mole".

  

Beobachtungsmöglichkeiten:

Nordroute:

Von Meldorf kommend, biegt man kurz vor dem alten Deich, welcher den Koog begrenzt, rechts ab und hat nach ca. 100 m vom Deich (1) am alten Meldorfer Hafen einen guten Blick entlang der Miele. Hier kann man hauptsächlich Entenvögel beobachten. Im Winter halten sich hier  Pfeifenten in größerer Anzahl auf. Bei niedrigen Wasserständen sind an den Ufern oft zahlreiche Limikolenarten zu sehen. Besonders Wasserläufer, Flussuferläufer und Bekassinen, wenn auch in kleiner Zahl. Wieder an der Hauptstrasse, gelangt man nun über den alten Deich in den Nordteil des Speicherkooges. Nach ca. 1 km zweigt links eine Strasse ab (2), der man einen weiteren Kilometer bis zu zwei kleinen vom Schilf fast vollständig zugewachsenen Teichen folgt (3). Es handelt sich um ehemalige Kleientnahmestellen. Hier hat die Rohrdommel regelmäßig ihr Revier. Im Schilf kann man Blaukehlchen und Bartmeisen beobachten. Auf den kleinen Wasserflächen schwimmen Gründelenten. Die Rohrweihe brütet ebenfalls hier und bei niedrigem Wasserstand lohnt es sich nach Rallen zu schauen. Auf den Ackerflächen um die Teiche rasten Kiebitze, Goldregenpfeifer, selten Mornellregenpfeifer und im Winterhalbjahr äsen auf den Flächen oft Gänse. Man fährt nun wieder zur Hauptstrasse zurück und weiter Richtung Hafen. Bald tauchen auf der linken Seite die Brackwasserflächen des Kronenlochs auf (4). Von hier kann man einen der großen Hochwasserrastplätze einsehen. Leider ist er recht weit entfernt (siehe Karte unten). Auf den Wasserflächen sind zahlreiche Entenarten zu beobachten. Regelmäßig rasten hier Löffler und im Frühjahr (April/Mai) Regenbrachvögel. Ab Oktober bis zum ersten starken Kälteeinbruch sind die Flachwasserflächen ein großer Schlafplatz des Großen Brachvogels. Man folgt der Strasse weiter Richtung Hafen. Nach ca. 1 km kommt links ein Parkplatz mit einem Beobachtungsturm (5). Nördlich der Strasse blickt man auf das Mielebecken mit seinen breiten schlickigen Ufern. Hier befindet sich bei niedrigem Wasserstand der Miele ein weiterer Hochwasserrastplatz und ein Möwenschlafplatz. Auf den weiten Grünlandflächen äsen im Winter Gänse. Der erhöhte Standpunkt ist ideal um nach Greifvögeln Ausschau zu halten. Westlich des Turmes schwimmen im Herbst Haubentaucher und Schellenten. Man fährt die Strasse weiter. Nach 300 m biegt man rechts ab und folgt der Strasse bis zum Deich. Vom Siel aus (6) kann man nach Stürmen die Bucht nach Pelagen absuchen. Die Siele sind generell ein bevorzugtes Jagdgebiet von Flussseeschwalben. Auf den Molen rasten bei Hochwasser Möwen, Steinwälzer, Rotschenkel und Austernfischer. Im geschützten Bereich der Mole schwimmen Eiderenten und oft lässt sich ein Seehund blicken. Von 6 folgt man der Strasse ein Stück parallel zum Deich und kurz darauf wieder Richtung Binnenland. Links der Strasse liegt ein kleiner Tümpel: das Odinsloch (7). Hier lassen sich Limikolen oft auf angenehm kurze Entfernung beobachten. Im Frühjahr balzen Kampfläufer (brüten aber nicht mehr) und auf den Inseln brüten Säbelschnäbler. Auf der anderen Seite der Straße liegt ein breiter Graben, der mit dem Mielespeicher verbunden ist. In dem Graben war im August in den vergangenen Jahre ein Teichwasserläufer Stammgast. Einige Meter weiter wird die Strasse links von Hecken und Gebüschen begrenzt (8). Zur Rechten bietet sich von hier ein weiter Blick über eine Schafwiese, auf der im Frühjahr oft Wasser steht. Dann suchen zahlreiche Limikolen wie Pfuhlschnepfen und Steinwälzer hier nach Nahrung. Im Herbst werden auf dieser Wiese regelmäßig Mornellregenpfeifer entdeckt. Im Winter sind Wanderfalken, Gänse und Ohrenlerchen zu sehen. In den Gebüschen rasten zu den Zugzeiten Singvögel. Diese kann man auch besonders gut auf dem Parkplatz Nordermeldorf beobachten (9). An einem kleinen Tümpel (Rode Island) am Parkplatz  brüten Säbelschnäbler. Fährt man vom Parkplatz weiter nach Norden, so stößt man bald auf eine Querstrasse. Vor einem liegt nun das „NSG Wöhrdener Loch“. Links ist eine Schranke. Spätestens hier muss man das Auto abstellen und auf das Fahrrad umsteigen. Man folgt der Strasse links bis zum Deich und weiter am Deich entlang Richtung Norden. An der Strasse liegen nun Flächen (10), die mit Queller bewachsen sind. Es ist ein weiterer Hochwasserrastplatz von Möwen und Limikolen. Im August rasten auf der Fläche Regenbrachvögel; auf den Zaunpfosten sitzt oft der Wanderfalke und die Wiesenweihe jagt über den Wiesen. Abends ist dies eine gute Stelle um nach Sumpfohreulen zu suchen. Man folgt der Deichstrasse weiter. Nach ca. 500 m erstrecken sich zur Rechten weite Wasserflächen (11). Dieses ist eine der besten Flächen im Koog. Auf den Schlickflächen rasten bei Hochwasser viele Limikolen und auf dem Wasser rasten im Herbst Enten, darunter viele Löffelenten. Im August/September sind oft Odinshühnchen zu sehen und man kann die Schwärme der Alpenstrandläufer nach Sumpfläufern durchsuchen. Im Winter äsen Pfeifenten und Gänse auf den Brachen, während Berghänflinge im Queller dann oft nach Nahrung suchen. Man kann auf der Straße noch weiter nach Norden fahren bis man nach weiteren 500 m eine weitere Wasserfläche erreicht (12). Dies ist ebenfalls eine gute Stelle für Enten und Limikolen. Hier kehrt man um und fährt zur Schranke zurück, biegt dort aber nicht rechts ab sondern folgt der Strasse weiter bis zu einer Brücke (13). Von der Brücke hat man einen sehr guten Blick auf die südlich gelegenen Wiesenflächen, da man leicht erhöht steht. Dies ist die beste Stelle im Koog um nach Mornellregenpfeifern (und Grasläufern) zu suchen. Die Wasserflächen nördlich und südlich der Brücke haben steile Ufer mit Abbruchkanten, in denen Uferschwalben und Brandgänse brüten. Im Winter sind viele Pfeifenten und oft auch Zwergsäger und Tauchenten zu sehen. Im August/September ist dieses eine weitere gute Stelle um nach Odinshühnchen zu schauen. In mehreren Jahren wurde hier im Mai ein Terekwasserläufer beobachtet. Die Flächen nördlich der Strasse sind Jagdgebiet von Sumpfohreule und Wiesenweihe. 500 m hinter der Brücke führen links und rechts Feldwege in die Ackerflächen (14) (gesperrt für öffentlichen Verkehr). Die Ackerflächen beherbergen im Winter Singschwäne und seltener Zwergschwäne. Auf den Äckern rasten oft Gänse, Kiebitze und Goldregenpfeifer. Das Rebhuhn ist hier mit etwas Geduld ebenfalls zu beobachten. An den Gräben können Sumpfohreulen sitzen. Von hier kann man über den Christianskoog zurück zum Ausgangspunkt (1) fahren.

die Nordroute (verändert nach: Landesvermessungsamt Schleswig-Holstein, 2001)

Südroute:

Vom Beobachtungsturm (5) fährt man Richtung Hafen biegt aber nicht wie bei der Nordroute rechts ab sondern folgt der Strasse. Zur Rechten steht ein futuristisch wirkendes Gebäude, in dem sich ein Infozentrum des Nationalparkamtes mit Ausstellung befindet. Die Strasse endet an einem Parkplatz mit Hecken aus Sanddorn (15). In den Hecken rasten zur Zugzeit zahlreiche Singvögel besonders Drosseln. Spätestens hier muss man auf das Fahrrad umsteigen, denn alle weiteren Wege sind für Autos gesperrt. Man folgt jetzt immer der Deichstrasse am Seedeich entlang nach Süden. Nach 1,5 km (16) hat man nach links einen sehr guten Blick auf den größten Hochwasserrastplatz im Koog. Zu den entsprechenden Zeiten können hier Knutts, Alpenstrandläufer, Brandgänse, Pfuhlschnepfen und Große Brachvögel in großer Zahl beobachtet werden. Ein Stückchen weiter liegen die Rastplätze von Säbelschnäblern (bis 500) und Dunklen Wasserläufern (bis 1500). Nach rund einem weiteren Kilometer erreicht man den Schenkeldeich, der den Nordkoog vom Südkoog (Achtung Militärgebiet! siehe oben) trennt. Wo die beiden Deiche sich treffen ist eine erhöhte Plattform (17), von der man einen schönen Blick auf die Salzwiesen von Helmsand hat (einzige Hallig Dithmarschens). Auf den beweideten Salzwiesen in Deichnähe rasten bei Hochwasser Möwen und Limikolen. Im Winter suchen Ohrenlerchen und Schneeammern im Spülsaum nach Nahrung. Folgt man dem Deich weiter nach Süden, so liegt nach 750 m außendeichs ein weiterer Hochwasserrastplatz (18). Binnendeichs (19) rasten auf den Grünlandflächen im Herbst Kiebitze, Goldregenpfeifer und im Winter zahlreiche Gänse, insbesondere Blässgänse. Auf den Zäunen sitzen im Winter viele Greifvögel. Rauhfußbussard und Wanderfalke sind dann leicht zu beobachten. Weiter südlich reicht eine große Wasserfläche bis dicht an den Deich (20). Dieses ist die interessanteste Fläche im Südkoog. Bei Hochwasser rasten Limikolen und im Flachwasser schwimmen Gründelenten. Regelmäßig sind Löffler zu beobachten und im Herbst sind oft Odinshühnchen zu beobachten. Weißwangengänse nutzen das Gewässer im Winter zum baden und trinken. Auf den Wasserflächen im Hintergrund überwintern Zwergsäger. Man folgt dem Deich weiter nach Süden. Von einer Plattform auf dem Deich (21) hat man einen guten Blick über die weiten Flächen des Südkoogs (Gänse und Greifvögel). Entlang des Deiches fliegen gelegentlich Lachsseeschwalben wie auch über den Grünlandflächen im Koog. Nach einem weiteren Kilometer gelangt man an eine andere Wasserfläche (22) mit einem kleinen Hochwasserrastplatz. 500 m weiter lohnt sich ein Blick über den Deich (23); besonders bei auflaufendem Wasser. Ende April sind hier zahlreiche Dunkle Wasserläufer im Watt zu beobachten. An dieser Stelle endet der Speicherkoog und es beginnt das Vorland vom Friedrichskoog. Die Wattflächen liegen hier sehr hoch und werden daher erst spät überflutet. Die Vögel werden vom Wasser somit zusammengetrieben, bevor sie zu den Hochwasserrastplätzen fliegen. Bei auflaufendem Wasser sind ca. 2 Stunden vor Hochwasser oft gewaltige Vogelschwärme zu beobachten. An dieser Stelle endet die Südroute.

die Südroute (verändert nach: Landesvermessungsamt Schleswig-Holstein, 2001)


 

Nordseekarte                  Hauptseite


_E-Mail: info@birdinggermany.de_