Rund um Garmisch-Partenkirchen

  

Christoph Moning

Aus dem GBN zitierte Hinweise: Matthias Fehlow, Felix Jachmann, Rainer Jahn, Jörn Wildberger, Sönke Tautz, Christian Wagner

Stand: Juni 03

 

Das Gebiet um Garmisch-Partenkirchen umfasst die Gebirgsstöcke des Ammer-, Ester- und Wettersteingebirges sowie des Karwendel. Aufgrund der enormen Größe dieser Gebirgslandschaft (rund 1000 Km²) ergeben sich zahllose Beobachtungsmöglichkeiten, so das man ein bis zwei Wochen hier verbringen kann, ohne eine Tour wiederholen zu müssen. Dabei ist der große Vorteil, dass das Gelände sehr gut durch Lifte, Seilbahnen und Wanderwege erschlossen ist. Auf diese Weise hat man hier sehr bequeme Möglichkeiten im alpinen Gelände zu beobachten. Innerhalb des Gebietes kann man alle typischen Arten der Nordalpen sehen. Darunter auch so heiß begehrte Arten wie Weißrücken- und Dreizehenspecht oder die Rauhfußhühner. Auch der Zitronengirlitz ist hier gut vertreten. Dabei sollte man sich jedoch darüber im Klaren sein, dass einige Arten der Wunschliste (z.B. Spechte und Rauhfußhühner) fast immer durch Wanderungen "erarbeitet" werden müssen. Hinzu kommt, dass in den alpinen Lagen viel länger winterliche Bedingungen andauern, als dies im Flachland der Fall ist.

 

Voraussetzungen:

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar: Zum größten Teil.

Ausrüstung: Fernglas, festes Schuhwerk, im Winter Schneeschuhe oder Touren-Ski, Kartenmaterial

Zugänglichkeit der Beobachtungsstellen: leichte Spaziergänge bis anspruchsvolle Wanderungen


Interessante Arten:

Steinadler, Wanderfalke, Alpenschneehuhn, Auerhuhn, Birkhuhn, Haselhuhn, Uhu, Rauhfußkauz, Sperlingskauz, Schwarz-, Grün-, Grau-, Weißrücken- und Dreizehenspecht, Felsenschwalbe, Bergpieper, Alpenbraunelle, Ringdrossel, Berglaubsänger, Zwergschnäpper, Wasseramsel, Mauerläufer, Tannenhäher, Alpendohle, Kolkrabe, Schneesperling, Zitronengirlitz


Lebensräume:

Die interessantesten Lebensräume sind außerhalb der besiedelten Talräume zu finden. Artenreiche Mischwälder sind nur noch stellenweise anzutreffen. Dominanter sind da schon die subalpinen Fichtenwälder, die an der Baumgrenze von Lärchen- und Zirbenbeständen abgelöst werden, die ihrerseits zwischen 1700 m üNN und 1800 m üNN von Latschenfeldern oder Almflächen abgelöst werden. Die alpinen Matten gehen dann schließlich in die Frost-Schutt-Zone über. Steile Felswände sind in fast allen Höhenlagen zu finden. Das Gebiet ist sehr niederschlagsreich, so dass es von vielen Flüssen und Bächen durchzogen wird. In tieferen Lagen gibt es auch Seen wie den Eibsee.


Information:

Bayerische Zugspitzbahn AG, Tel. (08821) 797851

Internet:

http://www.garmisch-partenkirchen.de

http://www.garmisch-partenkirchen.com

Über diese beiden Adressen erhält man so gut wie alle nützlichen Informationen, die man braucht: Zimmerverzeichnis, Busfahrplan, Links usw.

http://www.wandertipp.de/regionen_bayern.htm Informationen zu Wandermöglichkeiten


Anfahrt:

Mit der Bahn: Die zentral im Gebiet liegenden Bahnhöfe Garmisch-Partenkirchen und Mittenwald werden sehr regelmäßig von München aus bedient. Weitere Informationen unter http://www.bahn.de

Mit dem Auto: Von Norden ist das Gebiet über die A 95 bzw. über die B 2 zu erreichen. Von Nordwesten kommt man am Besten über die B 23. Mittenwald kann auch über die B 11 direkt angefahren werden.

 


Beobachtungsmöglichkeiten:

Westliche Karwendelspitze (2384 m üNN):

Die Fahrt mit der Seilbahn auf die westliche Karwendelspitze ist eine einfache und bequeme Möglichkeit in hochalpines Gelände zu gelangen. Die Kabinenseilbahn verkehrt von Mittenwald aus. Die Talstation ist vom Bahnhof mit dem Taxi oder zu Fuß leicht erreichbar (600 m). Mit dem Auto erreicht man die Talstation folgendermaßen:

von München: Garmisch-Partenkirchen, Mittenwald, von dort aus beschildert.

von Innsbruck: Zirler Berg, Seefeld, Mittenwald, von dort aus beschildert.

Die besten Chancen hat man natürlich, wenn man die erste Bahn nimmt (aktuelle Fahrzeiten können unter 08823 / 5396 erfragt werden). Der tägliche Fahrbetrieb findet ab 8.30/ 9.00 Uhr bis 16.00/ 16.30/ 17.00 Uhr, je nach Jahreszeit und Witterung statt. Weitere Informationen zu Fahrpreisen, Wetter usw. unter http://www.karwendelbahn.de. Auf dem Weg zur Spitze fährt die Bahn über die Karwendelwand, an der (mit Glück wie immer) Mauerläufer beobachtet werden können. Oben hat man hervorragende Chancen Alpenschneehuhn, Alpenbraunelle, Bergpieper, Alpendohle und Schneesperling zu sehen. Die Alpenschneehühner sind am wahrscheinlichsten in dem Kessel unterhalb des Restaurants zu beobachten. Sie sind sehr heimlich und unauffällig, so dass man etwas Geduld aufbringen muss, um sie zu sehen. Solange noch etwas Schnee liegt, halten sie sich gerne am Rand der Schneefelder auf. Bei vollkommen geschlossener Schneedecke verlassen sie jedoch die Bergspitze. Innerhalb der Schneegrube unterhalb des Restaurants ist der nördliche Bereich, in dem grober Blockschutt liegt, bei den Schneehühnern besonders beliebt (von der Aussichtsterrasse am Restaurant aus gesehen im linken Teil der Grube). Am Restaurant selbst lassen sich Alpendohlen füttern, meistens sind auch einzelne Schneesperlinge anwesend. Auf den Felsen und Grasmatten rund um das Restaurant sind bei guter Wetterlage stets auch einzelne Alpenbraunellen zu finden. Vom Restaurant an der Bergstation der Karwendelbahn aus sollte man auch noch den "Gipfelkessel" umrundend bergauf laufen, denn dieser Weg bietet weitere gute Beobachtungsmöglichkeiten. Ebenfalls von dem Restaurant aus führt ein recht langer Tunnel auf die andere Seite des Berges. Am Ausgang blickt man auf mehrere Felswände, an denen man mit Glück Mauerläufer sehen kann. Jedoch ist die Stelle nicht sehr verlässlich. Immer wieder werden Mauerläufer auch an den Wänden oberhalb des Tunnelausgangs und oberhalb des Restaurants gesehen. Generell sollte man beachten: Bei starkem Schneefall lohnt sich die Auffahrt erst gar nicht, denn man wird oben kaum einen Vogel entdecken. Jedoch sind die Alpendohlen dann leicht im Tal, oft direkt in Mittenwald zu beobachten. Statt mit der Seilbahn wieder ins Tal zu fahren, kann man auch über die Dammkarrhütte zurück zur Talstation wandern (knapp 1400 Höhenmeter!). 

Der Aufstieg zur Dammkarrhütte im Karwendel:

Diese rund 4 km lange Wanderung führt von 960 m üNN auf 1670 m üNN. Sie ist ein Teil des oben erwähnten Abstiegs von der Karwendelspitze. Der Weg beginnt an einem Wanderparkplatz bei Mittenwald. Man erreicht diesen Parkplatz von Norden über die B 2: Nachdem die B 2 die Isar nördlich vor Mittenwald dreimal überquert hat (direkt hinter der Abfahrt nach Mittenwald) sind es noch 3 km bis der Parkplatz auf der linken Seite kommt. Von dort sucht man sich den Aufstieg zur Dammkarrhütte. Wenn man vom Mittenwalder Bahnhof kommt,  ist es noch knapp 1 km bis zum Beginn des Aufstiegs. Vom Bahnhof aus läuft man zunächst nach Norden, hält sich aber rechts um eine Brücke über die Isar zu erreichen, von der aus man noch ein Stück bis über die B 2 laufen muss, um den Beginn des Aufstiegs zu erreichen. Der Aufstieg ist zunächst asphaltiert und geht später in einen Schotterweg über. An diesem unteren z.T. asphaltierten Teil des Weges können mit Glück zur richtigen Jahreszeit Weißrücken- und Dreizehenspecht beobachtet werden. Auch Haselhühner kommen im bewaldeten Teil der Strecke vor. Um diese sehr heimlichen Vögel zu sehen, sollte man auch an den Lichtungen, an denen man vorbeikommt, sorgfältig beobachten. Nach rund 3,2 km erreicht man eine Skipiste mit Lift. Hier kann man bereits Ringdrosseln und Alpendohlen beobachten. Gelegentlich überfliegt der eine oder andere Zitronengirlitz. Der weitere Weg führt links der Skipiste durch Latschen zur Dammkarrhütte. Entlang dieser Strecke kann man Alpenbraunellen beobachten. An der Dammkarrhütte selbst finden sich am Fütterhäuschen gelegentlich Schneesperlinge ein. Bis zur Dammkarrhütte ist es mit voller (Orni-)Ausrüstung schon eine anstrengende Wanderung. In der Felswand rechts der Skipiste werden unregelmäßig Mauerläufer beobachtet.

Karte verändert nach: Bayerisches Landesvermessungsamt, Bundesamt für Kartographie und Geodäsie 2000 - Top. Karte 1:50.000 Bayern 

Riedboden südlich Mittenwald

Der Riedboden liegt im Isartal südlich von Mittenwald, durch dass die B 2 Richtung Österreich führt. Kurz vor der österreichischen Grenze liegt, 3,4 km nach Mittenwald, ein Parkplatz an der B 2 nahe einer kleinen Brücke über die Isar (von Mittenwald kommend auf der rechten Seite). Wenn man eine ESSO Tankstelle passiert, ist man zu weit. Von dem Parkplatz aus geht man noch ein Stück nach Süden parallel zur Straße, bis man eine Fußgängerbrücke über die Isar erreicht, die man dann überquert. Im Talboden ist im Frühjahr/Sommer der Berglaubsänger gut vertreten. Mit Geduld lässt sich hier auch der Steinadler entlang der Bergflanken patrouillierend beobachten. Im Talboden konnte ich in der Vergangenheit auch Grau-, Grün- und Dreizehenspecht beobachten (2002/03).

Moosen-Alm (1600 m üNN)  nordwestlich des Schafreiter

Südlich des Sylvensteinspeichers liegt der 2101 m üNN hohe Schafreiter an der Grenze zu Österreich. Auf der Nordwestseite befinden sich großflächige baumbestandene Almwiesen um die Moosen-Alm. Sie sind ein bekannter Beobachtungsplatz für den Zitronengirlitz. Auch Ringdrosseln und Bergpieper sind hier zu finden. Der kürzeste Aufstieg erfolgt über das Oswald Haus (847 m NN). Es liegt an der Straße, die am Westende der B 307 am Örtchen Vorderriss nach Süden verläuft. Der Weg verläuft über 750 Höhenmeter und ist 3,1 km lang. Der Zitronengirlitz ist im gesamten offenen Bereich um die Moosen-Alm zu finden.

Karte verändert nach: Bayerisches Landesvermessungsamt, Bundesamt für Kartographie und Geodäsie 2000 - Top. Karte 1:50.000 Bayern 

Der Eibsee westlich von Garmisch-Partenkirchen:

Der Eibsee gehört zu den besseren Stellen, um den Weißrücken- und den Dreizehenspecht zu beobachten. Weiterhin hat man Chancen, das Haselhuhn zu hören oder zu sehen. Von dem Bahnhof in Garmisch-Partenkirchen fährt die Zahnradbahn über die Haltestelle Eibsee zur Zugspitze. Die Bahn startet in Garmisch stündlich von 07:39 Uhr bis 14:39 Uhr. Jedoch fährt der erste Zug nur in der Zeit vom 01. Juli bis 31. August um 07:39 Uhr (sonst um 08:00 Uhr / 08:15 Uhr). Daneben fahren Eibsee-Busse die 10 km zwischen dem Eibsee und Garmisch. Der Fahrplan ist an den Bushaltestellen angeschlagen und bei allen Busfahrern und BZB-Bahnhöfen erhältlich. Weitere Informationen unter http://www.zugspitze.de.

Mit dem Auto erreicht man den Eibsee über die B 23, indem man von Garmisch-Partenkirchen Richtung Westen (Zugspitzbahn/ Eibsee) fährt. Direkt hinter Garmisch biegt man links in den Ort Grainau Richtung Eibsee ab. Nach rund 5,5 km erreicht man einen Parkplatz. Der Parkplatz am Eibsee ist während der Sommersaison kostenpflichtig. Von hier aus startet ein Rundwanderweg um den Eibsee, den man gegen den Uhrzeigersinn, also rechts herum beginnt.

Karte verändert nach Bayerisches Landesvermessungsamt, Bundesamt für Kartographie und Geodäsie 2000 - Top. Karte 1:50.000 Bayern 

Dreizehen- und Weißrückenspecht werden unter anderem regelmäßig im Nordosten um den Rosskopf und an der Brücke über die nordöstliche Bucht (Untersee) gesehen (rot eingezeichneter Weg). Außerhalb der Balzzeiten ist man weitestgehend auf Klopfgeräusche der Spechte angewiesen, die sie bei der Nahrungssuche machen. 

Man kann den Eibsee auch ganz umrunden was eine nicht anstrengende, rund 8 km lange Wanderung darstellt (einschließlich Bogen um den Rosskopf). 

Die Falkenwand bei Oberammergau:

An der Falkenwand kann man mit einiger Sicherheit Felsenschwalben und Mauerläufer beobachten. Daneben tauchen gelegentlich auch Wanderfalke und Zitronengirlitz auf. Man erreicht die Falkenwand, indem man von Garmisch-Partenkirchen auf der B 23 Richtung Oberammergau fährt. Kurz hinter Ettal biegt man links Richtung Linderhof ein. 1,7 km weiter biegt man rechts in eine Strasse, die für Busse und LKW gesperrt ist. Sie ist mit einem TEMPO 50-SCHILD und einem KEINE STREUUNG-SCHILD gekennzeichnet. Wenn die Straße gesperrt ist, muss man das letzte kleine Stück laufen. Ansonsten fährt man die restlichen knapp 500 m bis zu einer Brücke, von der aus man sehr gut auf die Falkenwand schauen kann. Die Wand liegt nordwestlich der Brücke. Wenn man die Wand mit einem Spektiv absucht, wird man im Sommerhalbjahr sicherlich bald  einige der dort brütenden Felsenschwalben entdecken. Der Mauerläufer bedarf oft etwas mehr Geduld und wird meistens Vormittags gesehen. Regelmäßig überfliegen Zitronengirlitze die Stelle. Man sollte sich vor dem Besuch mit ihrem Flugruf vertraut machen.

Die Stellwand: 

Die Stellwand ist eine weitere Stelle für Mauerläufer aber auch für den Steinadler (für den Mauerläufer wahrscheinlich verlässlicher als die Falkenwand). Man erreicht die Stellwand, indem man zunächst genau so wie zur Falkenwand hinter Ettal Richtung Linderhof abbiegt. Nach 4,2 km erreicht man den Ort Graswang, durch den man hindurchfährt bis man nach insgesamt 7 km hinter dem Abzweig zum Linderhof hinter zwei Brücken auf der linken Seite einen Parkplatz sieht. Hier parkt man. Von hier aus geht es noch rund eine Stunde zu Fuß weiter (gemütliches Gehen): Sofern der Fluss kein Wasser führt, kann man vom Parkplatz aus am westlichen Ufer entlang gehen und ihn bei nächstgünstiger Gelegenheit überqueren, um auf den Weg am Ostufer zu gelangen. Ansonsten geht man die Straße über die Brücke zurück und nimmt den nächsten Weg nach rechts, d.h. nach Süden. Der Weg führt zunächst am Fluss entlang und steigt dabei leicht an. Diesem geschotterten Hauptweg folgt man 4,2 km (der Weg führt am Ende nicht mehr am Fluss entlang) bis auf der linken Seite eine auffällige Wiese im Wald mit einem großen einzelnen Laubbaum erreicht ist. Von hier aus blickt man nach Osten direkt auf die Stellwand. In der Wand gibt es Mauerläufer. Auch Steinadler sind hier gelegentlich zu beobachten. Am oberen Ende der Wiese kann man nach Nordwesten in das Tal schauen, das ein bevorzugtes Jagdgebiet des Steinadlers ist.

Aufstieg zur Koflerhütte/ Fereinalm:

Diese Wanderung gehört mit knapp 14 km Länge = ca.4,5 Std. (hin- und zurück) und mit 500 Höhenmetern zu den anstrengenderen Beobachtungsmöglichkeiten rund um Garmisch-Partenkirchen. Die Wanderung beginnt nördlich von Mittenwald nahe dem Campingplatz und der B 2 an der Seinsbachbrücke. Wenn man von Norden über die B 2 Richtung Mittenwald fährt, erreicht man den Parkplatz an der Seinsbachbrücke auf der linken Seite nachdem man zum ersten Mal die Isar überquert hat. Der Fußweg führt parallel zum Seinsbach entlang eines bewaldeten Hanges. Man kann entweder auf der Fereiner Straße (für Autos gesperrt) bleiben oder man geht nach rund einer Viertelstunde rechts Richtung Aschauer Alm. Entlang des Isartaler Rundwanderweges gelangt man zur kleinen Aschauer Kapelle. Hier durchquert man nach links das Wiesengelände der Aschauer Alm. Danach stößt man auf den Jägersteig, der nach links bergauf führt. Der Jägersteig führt am Ende wieder auf die Fereiner Straße. Von dort ist die Fereinalm bald erreicht. Auf der Wanderung hat man Chancen Weißrücken- und Dreizehenspecht sowie Auer- und Haselhuhn zu sehen. Von der Fereinalm aus kann man weiter auf die Soiernspitze (2259 m üNN) nach Norden wandern (Auf- und Abstieg von der Fereinalm aus ca. 4,5 Std.). 

Fereinalm

Bewirtschaftung Mitte Mai bis Ende September
Kapazität 30 Lager, Übernachtung ab 4 €
Reservierung Tel. 08823 / 5584

Alpspitze:

An der Alpspitze kann man sehr bequem in alpines Gelände gelangen, da man mit der Seilbahn auf den Osterfelder Kopf (2050 m üNN) fahren kann. Vom Osterfelder Kopf kann man dann bis zur Kreuzeckbahn (1650 m üNN) hinunterwandern und von dort zurück in das Tal fahren oder laufen. Der Weg zwischen Osterfelder Kopf und Kreuzeck ist 3,6 km lang. Im oberen Teil sind Schneesperlinge spärlich vertreten. Daneben lassen sich Wanderfalken, Ringdrossel, Bergpieper und Kolkrabe beobachten. Im mittleren Teil, wo die alpinen Matten mit der Baumgrenze verzahnt sind, kann man Zitronengirlitze beobachten.

Die Talstation der Kreuzeckbahn erreicht man entweder mit der Zahnradbahn vom Bahnhof in Garmisch-Partenkirchen aus (Haltepunkt "Kreuzeckbahn Talstation"); oder mit dem Auto, indem man südwestlich von Garmisch-Partenkirchen gleich hinter dem Ortsende die B 23 nach links Richtung Kreuzeckbahn verlässt. Die Alpspitzbahn fährt von Mai bis Juni zwischen 8:30 Uhr und 17:00 Uhr und von Juli bis Oktober zwischen 8:00 Uhr und 17:30 Uhr. Die Kreuzeckbahn fährt stündlich zwischen 8:15 Uhr und 17:00 Uhr im Mai und Juni; sowie zwischen 8:15 und 17:30 in der Zeit zwischen Juli und Oktober. Informationen zu Fahrzeiten und Preisen unter http://www.zugspitze.de

Der Wank (1780 m üNN): 

Der Wank ist über eine Kabinenseilbahn von Garmisch-Partenkirchen aus erschlossen. Die Bahn auf den Wank fährt im Februar, März und April zwischen 9:00 Uhr und 17:00 Uhr. In der Zeit zwischen Mai und Oktober fährt sie zwischen 9:00 Uhr und 16:00 Uhr. Die Berg- und Talfahrt kostet 26 € für Erwachsene und die einfache Fahrt kostet 18 € für Erwachsene (Weitere Infos zu den Tarifen und mehr: http://www.zugspitze.de). Auf den Almen um den Gipfel des Wank und Rosswank (weiter südöstlich) findet man eine schöne Verzahnung zwischen Wald und Almfläche. Daher sind Ringdrosseln und Zitronengirlitze hier recht gut zu beobachten. Es gibt verschiedene (Rund-)Wanderwege um den Gipfel, die alle durch interessantes Gelände führen. So kann man beispielsweise in einen 2,3 km langen Schlenker ohne größere Höhendifferenzen vom Wank zum Rosswank und zurück wandern. Auch der Weg um den Ameisberg ist lohnend. Wanderwege vom Wank zur Talstation führen beispielsweise über die Eckenhütte (kürzester Weg nach Garmisch). Der Weg dauert 2 Stunden. Da er über die Mittelstation der Seilbahn führt, kann er mit einer Fahrt abgekürzt werden. Ein anderer Weg führt über die Gschwandtnerbauerhütte: Man beginnt am Rosswank Hangweg der einen auf eine Kreuzung Esterberg/ Gschwandtnerbauer führt. Hier geht man rechts bis zum Gschwandtnerbauer. Von hier aus kann man zwei Wege zur Talstation nehmen, die beide 1,5 Stunden dauern (Gesamtzeit: 3,5 Stunden). Alternativ kann man die Talstation vom Wank aus über die Esterberg-Alm erreichen (3 Stunden).

Filz bei Oberau

Das Hochmoorgebiet zwischen Oberau und Eschenlohe nördlich von Garmisch-Partenkirchen ist ein sehr verlässlicher Platz, um Wachtelkönige zu beobachten. Der Zugang erfolgt über Oberau (siehe Karte). Südöstlich von Oberau verläuft ein für PKW gesperrter Weg am Ostrand des Moores. 2,3 km hinter Oberau zweigt er zu einer Pumpstation (Pumpstation 6) in das Moor ab. Hier rufen jedes Jahr Wachtelkönige. Wenn man nicht zu der Pumpstation in das Moor sondern weiter geradeaus läuft, kommt man nach kurzer Zeit zu einem Schuttkegel, der auf der rechten Seite liegt (X). Auf den Kiesflächen sind Corthippus pullus (Kiesbank-Grashüpfer) und Bryodema tuberculata (Gefleckte Schnarrschrecke) relativ leicht zu finden. Beide Arten sind Rote Liste 1 Arten!

Karte verändert nach Bayerisches Landesvermessungsamt, Bundesamt für Kartographie und Geodäsie 2000 - Top. Karte 1:50.000 Bayern 

Die hier angegebenen Beobachtungsmöglichkeiten stellen nur einen Ausschnitt aus den vielfältigen Möglichkeiten, die sich rund um Garmisch-Partenkirchen ergeben, dar! 


 

Unterkunft: 

http://www.garmisch-partenkirchen.de

http://www.garmisch-partenkirchen.com

 


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