Rund um den Gülper See

  

Christoph Moning

Stand: Mai 2004

Der Bereich rund um den Gülper See ist Teil des Naturparks Westhavelland. Es ist eines der bedeutendsten Durchzugs-, Rast- und Überwinterungsgebiete für Wasser- und Watvögel im mitteleuropäischen Binnenland. Besonders spektakulär ist der Durchzug der Kraniche und Gänse im Herbst und Frühjahr. Innerhalb des deutschen Binnenlandes hat das Gebiet Bedeutung als Wiesenbrüterbrutgebiet. 

 

Voraussetzungen:

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar: Kaum

Ausrüstung: Spektiv und Fernglas; im Winter warme Bekleidung

Zugänglichkeit der Beobachtungsstellen: Die Kernflächen können nicht betreten werden, jedoch bieten Deiche hervorragende Beobachtungspunkte


Interessante Arten:

Besonders die Zahlen der im Herbst hier rastenden Wasservögel verhelfen dem Gebiet zu seiner internationalen Bedeutung und machen einen Besuch dann besonders lohnenswert. Zu dieser Jahreszeit kann man hier über 100.000 Saat- und Blässgänse und über 3.000 Kraniche  beobachten. Bis zu 1.200 Singschwäne und bis zu 450 Zwergschwäne können vor allem im Februar/März beobachtet werden. Auch Zwergmöwen (max. 270), Zwerg- (max. 70) und Gänsesäger (max.450) sowie der Seeadler (8-12) gehören zu den Winter(zug)gästen.

Im Frühjahr rasten mehrere 10.000 Wasservögel, die je nach Dauer der Überschwemmungen bis in den Mai bleiben. Dann sind vor allem Blässgänse, verschiedene Entenarten, Sing- und Zwergschwäne sowie Kraniche im Gebiet zu beobachten. Gleichzeitig werden Hunderte Limikolen von den Wasserflächen angelockt. Typische Arten sind Kiebitz (max. 20.000), Goldregenpfeifer (max. 3000), Bekassine (max.1.000), Kampfläufer (max. 1.000), Bruchwasserläufer (1.200), Dunkler Wasserläufer und Grünschenkel (max. 100). Seltenere Zug- und Wintergäste sind Zwerg- und Rothalsgans (jeweils einzelne), Doppelschnepfe (max. 5-10) und Zwergschnepfe (max. 10).

Im Frühjahr treffen ebenfalls die Wiesenbrüter wie Austernfischer (am See), Kampfläufer, Uferschnepfe, Großer Brachvogel, Rotschenkel, Bekassine, Wachtelkönig, Tüpfelralle, Spieß-, Löffel- und Knäkente in ihren Brutgebieten ein. Auch 10-15 Paare des Weißstorches brüten im Gebiet.

Am See gehören Rohrweihen, Rohrdommeln (5-12 Reviere), Trauer- und Flussseeschwalben sowie Rohrschwirle und Bartmeisen (stark schwankender Bestand) zu den Brutvögeln. Die Havelniederung wird zudem von verschieden Greifvogelarten wie dem Wespenbussard (2-4 Paare), dem Schwarz- (7-10 Paare) und dem Rotmilan (12-15 Paare) sowie von See- (0-1 Paare) und Fischadler (1-2 Paare) besiedelt. Auch 12-16 Kranichpaare brüten im Gebiet. Weitere interessante Brutvogelarten der Niederung der Unteren Havel sind Schwarzspecht (15-25 Paare), Drosselrohrsänger (70-110 Paare), Schilfrohrsänger (80-180 Paare), Sperbergrasmücke (5-10 Paare), Beutelmeise (15-30 Paare), Raubwürger (2-6 Paare) und Ortolan (5-10 Paare).

Quelle: Haase & Ryslavy 1998


Lebensräume: 

Die Seefläche des Gülper Sees mit angrenzenden Verlandungsbereichen und extensiven Schilfflächen, die Flussniederung der unteren Havel mit ausgedehntem Überschwemmungsgrünland, Äckern und wenig Weichholzaue sowie sandige Bereiche mit Kiefernwäldern und Trockenrasen.


Information:

Naturparkverwaltung Westhavelland, Dorfstraße 5, 14715 Parey, Tel. 033872 – 74310

Literatur:

Haase, P. und Ryslavy, T. (1998): Das Europäische Vogelschutzgebiet Niederung der Unteren Havel - In: Naturschutz und Landschaftspflege in Brandenburg, Heft 3, 1998

Arbeitsgemeinschaft Berlin-Brandenburgischer Ornithologen (2003): Important Bird Areas (IBA) in Brandenburg und Berlin - Verlag Natur und Text, Rangsdorf

Rasmus, C. und Klaehne, B. (2000): Ausflüge zu Fuß und mit dem Rad zwischen Brandenburg, Rathenow, Friesack und Neustadt/Dosse - 19 Touren; Reihe "Auf in die Mark Brandenburg!"

Eine gute Karte: Landesvermessungsamt Brandenburg (2000): Naturpark Westhavelland-Nord; Topographische Karte 1:50 000

Internetseiten zum Naturpark:

http://www.grossschutzgebiete.brandenburg.de/np_whl/

http://www.fedtke.de/

http://www.mlur.brandenburg.de/n/np_whvl.htm


Anfahrt:

Mit der Bahn und dem Fahrrad: Die nächstgelegene Bahnstation ist Rathenow, von dort fährt alle zwei Stunden ein Bus nach Rhinow. Von Rhinow geht es mit dem Fahrrad weiter (ohne Übernachtung in Rhinow oder Stölln kaum zu empfehlen).

Mit dem Auto: Von Berlin aus fährt man Richtung Nauen auf der B 5 bis Friesack und dann nach Westen Richtung Rhinow. Aus Richtung Hannover, fährt man die Autobahn 2 bis zur Abfahrt Brandenburg und dann weiter die B 102 durch Brandenburg und Rathenow bis Rhinow.

 

Beobachtungsmöglichkeiten:

Das Südufer des Gülper Sees erreicht man von Rhinow aus, indem man Richtung Prietzen und Gülper See fährt. In Prietzen folgt man der Hauptstrasse Richtung Wolsier, biegt aber kurz vor Ortsende nach rechts Richtung Gülpe ab. Kurz hinter dem Ortsende kommt rechterhand die Bockwindmühle in Sicht. Hier parkt man in Höhe der Mühle und geht auf den Deich hinter der Mühle. Geradeaus blickt man nun auf eine stattliche Kormorankolonie. Wenn man auf dem Deich nach rechts an Prietzen vorbei läuft, kommen linkerhand Weiden und im Frühjahr überschwemmtes Feuchtgrünland in Sicht (1). Hier können durchziehende und brütende Limikolen wie Kampfläufer, Bruchwasserläufer, Uferschnepfe, Bekassine, Rot- und Grünschenkel, verschiedene Gründelenten wie Knäk-, Spieß-, Pfeif- und Löffelente sowie Zwergsäger und gelegentlich der Rothalstaucher beobachtet werden. Oft lassen sich Rot- und Schwarzmilan (Sommer), Rohrweihe (Sommer), Seeadler und Kraniche blicken. Im Herbst und Frühjahr ist dies ein guter Punkt, um den Abflug zehntausender Bläss-, Saat- und Graugänse sowie einiger hundert Kraniche in der Morgendämmerung zu beobachten. Dazu stellt man sich am Besten etwas erhöht auf eine Düne am Kiefernwald rechts des Weges. Im Sommer kommen Heidelerche, Neuntöter und Sperbergrasmücke in den Gehölzrandstrukturen vor.

Wenn man an der Kormorankolonie dem Deich nach links folgt (2), wandert man am Südufer des hier nicht mit Schilf bestandenen Sees entlang. Nach knapp 2 km gelangt man durch einen Kiefernwäldchen (Schwarzspecht) an einen großen Beobachtungsturm, der sehr lohnend sein kann. Die Strecke liegt nahe der Verbindungsstrasse zwischen Prietzen und Gülpe, so dass Beobachtungspunkte entlang des Deiches auch einzeln angefahren werden können. Entlang des Ufers und auf der offenen Wasserfläche und darüber gehören Brandgans, Saat-, Bläss- (Winter) und Graugans (beide Unterarten und Übergangsformen), Silberreiher, See- und Fischadler (Sommer), Fluss- und Trauerseeschwalbe (Sommer), Pfeif-, Krick-, Tafel-, Reiher- und Schellente sowie Zwerg- und Gänsesäger (beide Winter), beide Milane und die Rohrweihe zu den regelmäßigen Arten. Zwischen den "Wintergänsen" verstecken sich gelegentlich andere Arten wie Weißwangen-, Nil-, Rothals- und Zwerggans (beide sehr selten). Auch für durchziehende Limikolen ist das Seeufer hier sehr interessant. Neben Arten wie bei 1 sieht man hier häufiger Austernfischer, Alpenstrandläufer, Zwergstrandläufer, Flussregenpfeifer und andere. Besonders im Durchzug können über dem See Zwergmöwen und Seeschwalben beobachtet werden. Großmöwen (v.a. Silbermöwe) sind oft in kleiner Anzahl anwesend.

Ein Sandweg parallel zum Westufers des Gülper Sees (3) bietet vor allem im Sommer schöne Beobachtungsmöglichkeiten. Der Weg beginnt in Gülpe wo auch der Weißstorch auf dem Kirchturm brütet. Von Prietzen kommend, ziemlich am Ortseingang fährt man rechts auf einem Schotterweg über den Deich und weiter geradeaus bis offenes Wiesengelände erreicht wird. Hier parkt man entlang des Weges (man könnte auch weiter fahren, verpasst dann aber einiges unterwegs) und folgt dem Weg weiter geradeaus. In den Gebüschen und auf den Weidepfosten gehören Schafstelze, Braunkehlchen, Neuntöter und Grauammer zu den häufigen Arten. In den feuchten Senken sind durchziehende Limikolen wie Dunkler Wasserläufer, Uferschnepfe und Rotschenkel häufig anzutreffen. An einem Wehr an der Gülper Havel, die linkerhand liegt, geht man weiter an dem rechten Flussufer geradeaus (man quert das Wehr also nicht). Rechterhand passiert man Feuchtgrünland, dass an Schilf grenzt. Hier sind oft viele Graugänse sowie die Rohrweihe anzutreffen. Gelegentlich hört man die dumpfen Rufe der Rohrdommel. Weiter geradeaus passiert man Weidengebüsche, in denen oft die Beutelmeise zu hören ist. Auch Klapper- und Dorngrasmücke sind hier häufig. Am Ende gelangt man an ein Wehr über den Rhin, der hier aus dem Gülper See kommend in die Gülper Havel mündet. Das Wehr darf nicht offiziell überquert werden. Entlang des gesamten Weges können kreisende Greifvögel wie See- und Fischadler, Schwarz- und Rotmilan, Wanderfalke oder auch Weißstörche beobachtet werden. 

Das sehr interessante Nordufer des Gülper Sees ist von mehreren Stellen zugänglich. Eine erste Möglichkeit ist es, von Rhinow kommend Richtung Havelberg zu fahren und kurz hinter Kietz (Weißstorch brütet rechterhand am Ortsausgang) links in den ersten möglichen Plattenweg einzubiegen. Nach rund 500 m passiert man linkerhand erstes Feuchtgrünland, in dem man im Frühjahr, wenn es überschwemmt ist, nachts die Tüpfelralle verhören kann. Die Fahrt endet an einer Schranke auf dem Deich. Schon von hier lassen sich besonders im Frühjahr schöne Beobachtungen machen. Nach Süden blickt man auf Feuchtgrünland und dahinter auf extensive Schilfflächen. In der Abenddämmerung wird man hier im Frühjahr Rohrdommel, Tüpfelralle, Rohrschwirl und ab Mai den Wachtelkönig hören können. Auf dem überschwemmten Grünland sind dann oft große Mengen Gründelenten, sowie brütende Limikolen wie Uferschnepfe und Rotschenkel zu sehen. Besonders im Herbst ist dies in der Morgendämmerung ein guter Platz, um den Abflug der Kraniche zu beobachten. Von der Schranke kann man seinen Weg nach Westen auf dem Deich in Richtung Pumphaus fortsetzen (4) (Grauammer in den Feldgehölzen). Dieses kann man alternativ mit dem Auto auch über den Plattenweg entlang des Bärengrabens erreichen. Am Bärengraben liegen mehrere Biberburgen, die von dem Weg aus leicht eingesehen werden können. Auch eindrucksvolle Fraßspuren bis hin zu gefällten Bäumen können hier begutachtet werden. In den Pappeln entlang des Bärengrabens kommt der Ortolan vor. Auf dem Dauergrünland hinter den Pappeln rasten im Herbst und Frühjahr regelmäßig Goldregenpfeifer. Am Ende des Bärengrabens hält man sich rechts Richtung Pumpstation (helles Gebäude), vor der man parken kann (eine Schranke verwehrt die Weiterfahrt auf den Deich). Von hier kann man entweder auf dem Deich nach links (4) in den vorher beschriebenen Bereich gelangen oder man geht auf dem Deich nach rechts (5). Dort liegen linkerhand die extensiven Schilfflächen des Gülper Sees und rechterhand Feuchtgrünland. In dem Wäldchen nördlich des Deichs brüten Schwarzmilan, Kolkrabe und Ortolan. Bis weit in das Frühjahr halten sich zwischen diesem Wäldchen und dem Deich oft größere Mengen Kraniche auf. An den Blänken (nasse Senken) können oft Limikolen wie Uferschnepfe, Rot- und Grünschenkel, Kampfläufer oder Goldregenpfeifer und Bekassine beobachtet werden. Die Schilfflächen linkerhand bieten Rothalstaucher, Rohrdommel (im Frühjahr leicht zu hören), Wasserralle, Rohrweihe, Rohrschwirl, Rohrsängern sowie Bart- und Beutelmeise (in den Weiden) Lebensraum. Der Schilfrohrsänger kommt im Sommer beiderseits des Deiches vor. Mitten in der Schilffläche steht ein Mast mit einem Fischadlerhorst darauf. Das Paar lässt sich im Sommer oft schön vom Deich aus beobachten.

Im Bereich bei 6 geht man an alten Becken auf einem erhöhten Deich entlang. Diese binnendeichs liegenden Becken dienten in der Vergangenheit der Aufnahme von Schlamm, der aus dem See gepumpt wurde. Hier kommen Beutelmeise, Feldschwirl und Uferschwalbe vor. Besonders in diesem Bereich können im Sommer und zu den Zugzeiten über dem See  Zwergmöwe und Seeschwalben beobachtet werden. Der Abschnitt ist auch von der Gahlbergs Mühle aus erreichbar (siehe Karte). Zwischen 5 und 6 ist binnendeichs im Winter oft der Raubwürger entlang der Feldgehölze zu beobachten.

Auf den Feldern bei 7 sind besonders im Herbst oft große Mengen Kraniche und Gänse anzutreffen. Die Beobachtung erfolgt am Besten vom Auto aus (geringste Fluchtdistanz und Störung).

In Garz (9) hat man hervorragende Chancen Biber zu beobachten. In dem Örtchen fährt man zum Hafen und läuft von dem Anleger aus nur rund 100 m nach links entlang des Ufers. Auf der gegenüberliegenden Flussseite befindet sich ein Biberbau, in dem ein nicht scheues Weibchen lebt. Am Abend lässt es sich gelegentlich aus nächster Distanz beobachten.

Auf dem Weg von Strodehne nach Havelberg liegt auf halber Strecke zwischen Havelberg und dem Örtchen Jedertitz ein Beobachtungsturm rechts der Straße (etwas versteckt unterhalb des Deichs hinter Büschen). Bei Frühjahrshochwasser lassen sich hier (10) und auf den Überschwemmungsflächen südlich der Straße (11) Limikolen, Gründelenten, Rohrweihe, Milane und Seeadler beobachten.

In Havelberg lohnt ein Abstecher zum Dom. Im Dom befindet sich eine der größten Dohlenkolonien Brandenburgs. Auch Turmfalke und Schleiereule brüten in dem sehenswerten Gebäude.

Direkt südöstlich von Havelberg liegt ein Seitenarm der Havel (12), an dem im Sommerhalbjahr Beutelmeisen und Trauerseeschwalben beobachtet werden können.

In der Stremelniederung eröffnet ein Beobachtungsturm die Sicht auf einen großen Kranichschlafplatz (13). Der Turm ist über einen Plattenweg von Wöplitz aus erreichbar (siehe Karte). Die Kraniche sind dort nur auf dem Durchzug im Herbst und Frühjahr in großen Zahlen anwesend. Das Schauspiel beginnt kurz vor Sonnenuntergang. Im Winter können auch Merlin, Kornweihe, Rauhfußbussard sowie der Seeadler ganzjährig in der offenen Landschaft beobachtet werden.

Ein weiteres sehr lohnendes Gebiet ist die Großer Graben-Niederung südlich des Gülper Sees. Folgende Strecke ist lohnend: Von Prietzen am Gülper See fährt man nach Wolsier, wo man einem Plattenweg nach Süden folgt. Am letzten Hof von Wolsier auf der rechten Straßenseite (14) sind mit großer Regelmäßigkeit Haubenlerchen anzutreffen. Einer der besten Beobachtungspunkte stellt die Brücke über den Großen Graben dar (15). Von hier lässt sich das vor allem im Frühjahr überschwemmte Feuchtgrünland gut überblicken. Große Mengen Gründelenten, Gänse, Sing- und Zwergschwäne (Maximum im Februar/März), Rothalstaucher (Frühjahr), Kraniche, Limikolen, Seeadler, Milane, Rohrweihe (Sommer), Wanderfalke, Eisvogel (Winter), Braunkehlchen, Schafstelze und Wiesenpieper sind für diesen Bereich typisch. Der Weg zwischen Wolsier und Parey kann zeitweise überschwemmt sein! In nassen Jahren lohnt ein Abstecher zu dem Beobachtungsturm östlich von Parey (16). Hier ist eine ähnliche Artenauswahl wie bei 15 zu finden. Ein weiterer sehr lohnender Beobachtungsturm liegt bei 17. Er ist über einen Feldweg zu Fuß erreichbar (rund 300 m Fußweg). Die Feldgehölze und Stromleitungen in der Umgebung sind im Winter ein beliebter Ansitz für den Raubwürger. Im Frühjahr singen Schilfrohrsänger aus den Schilfbeständen entlang der Gräben und Schafstelze und Braunkehlchen können häufig beobachtet werden. Wenn die Havel Hochwasser führt, kann sich der Blick in die Überschwemmungsflächen der Havel von einem Aussichtshügel westlich des Beobachtungsturmes lohnen (siehe Karte).

Eine gute Basis für Erkundungen in dem Gebiet um den Gülper See bietet das Örtchen Stölln (z.B. Gasthof/Hotel zum 1. Flieger: Tel. 033875/30000). Südlich von Stölln liegt eine Sandgrube (regelmäßig Wiedehopf) und dahinter Wald auf den Rhinower Bergen. Hier kommen Habicht, Wespenbussard, Grün- und Schwarzspecht, Hohltaube, Heidelerche (am Rand und auf Lichtungen), Kernbeißer, Bergfink, Rotdrossel (beide im Winter), Gartenrotschwanz, Kolkrabe und Waldlaubsänger vor. In den Dickichten rund um Stölln leben Nachtigall und Kleinspecht (z.B. alter Friedhof nahe der Kirche). Der Gollenberg südöstlich von Stölln bietet ähnliche Arten wie die Rhinower Berge. Die Heidelerchendichte ist am West- und Südrand des Hügels besonders hoch. Der südlich des Gollenberges liegende Flugplatz bietet Wiesenweihe (weit umherstreichend, daher selten zu sehen), Grauammer und Berghänfling (gelegentlich im Winter) Lebensraum. Westlich des Flugplatzes verläuft eine Rubinienallee nach Süden. Ganz im Süden, wo die Robinien von Eichen abgelöst werden (zum Waldrand hin), kommt der Ortolan vor. Hier lohnt es sich, dem Misthaufen rechts der Straße vor einem Hochsitz Aufmerksamkeit zu schenken (manchmal 3 Ammernarten).


 

Brandenburg                  Hauptseite


_E-Mail: info@birdinggermany.de_