Der Kaiserstuhl

  

Christoph Moning

 
D

 

Interessante Arten:

Grauspecht
Heidelerche
Mittelspecht
Neuntöter
Schwarzspecht
Wanderfalke
Wespenbussard

Baumfalke
Bienenfresser
Hohltaube
Schwarzkehlchen
Wendehals
Wiedehopf "Die Anzahl der Wiedehopfpaare am Kaiserstuhl ist in den letzten sieben Jahren von sechs auf 16 angewachsen", berichtet der Vogelkundler Christian Stange. Er kümmert sich zusammen mit einem Pflegetrupp und Peter Havelka von der Staatlichen Vogelschutzwarte Baden-Württemberg darum, dass sich der vom Aussterben bedrohte Vogel in Südbaden wohl fühlt.


Amolterer Heide
Büchsenberg
Badberg
Ohrberg
Schneckenberg
Scheibenbuck-Bluttenbuck
Hochberg
Bitzenberg
Dachslöcher Buck
Ebnet
Haselschacher Buck
Steinbruch Niederrotweil
Erletal
Oberbergener Scheibenbuck
Schneckenberg

 

Lebensräume:

 

 

Information:

Internet:

 

 

Anfahrt:

Mit der Bahn und dem Fahrrad

Mit dem Auto

 

Beobachtungsmöglichkeiten:

Vögel am Kaiserstuhl

Der Kaiserstuhl ist in Mitteleuropa unter Ornithologen u.a. wegen seiner herausragenden Avifauna berühmt. Der Rest eines tertiären Vulkanes ragt ca. 350 m aus der südlichen Oberrhein-ebene heraus und liegt im Regenschatten der Vogesen in der wärmsten Region Deutschlands.

Von der Natur- zur Kulturlandschaft

Mit Ausdehnung der Rebkultur wurden die natürlichen, artenreichen Laubmischwälder zurückgedrängt.
Die heute nur noch extensiv genutzten Wälder beherbergen 7 Spechtarten, deren Höhlen Voraussetzung für das Vorkommen u.a. von Hohltauben und auch von Dohlen sind. Mittelspechte zeigen das Vorkommen alter Eichen an.
Der Grünspecht hält mit über 100 Paaren hier eine der besten Siedlungsflächen Deutschlands.

Strukturveränderungen in der Landwirtschaft haben seit dem 2. Weltkrieg zu tiefgreifenden Veränderungen in den Lebensräumen der Vogelarten geführt.
In der Reblandschaft haben die Flurbereinigungen der 1970er Jahre etlichen Arten den Lebensraum entzogen. Die Zaunammer (Emberiza cirlus) starb aus. Andererseits siedelten sich auf den humusarmen Großböschungen starke Populationen bedohter Kleinvogelarten an, z.B. Neuntöter (Lanius collurio), Dorngrasmücke (Sylvia communis), Baumpieper (Anthus trivialis) und das Schwarzkehlchen (Saxicola torquata), das hier seien Schwerpunkt in Baden-Württemberg hat.
Die natürliche Sukzession, gefördert durch Stickstoffverbindungen aus der Luft, bedroht jedoch die jetzige Lebensgemeinschaft der Weinbergsböschungen, deren farbenprächtiger Vertreter der Bienenfresser (Merops apiaster) ist. Die Kaiserstuhlpopulation ist die größte in Deutschland.

Aufgabe der Viehhaltung und Intensivierung der Obsterzeugung führten seit den 1960er Jahren zu einem dramatischen Schwund von Obstwiesen und ihrer Bewohner: Steinkauz (Athene noctua), Wiedehopf (Upupa epops) und Rotkopfwürger (Lanius senator) sind seitdem vom Aussterben bedroht.
In einer privat begonnenen und jetzt im Projekt Obstwiesen der Bezirksstelle für Naturschutz fortgesetzten Arbeit geht es um die Rettung dieser in ganz Mitteleuropa bedrohten Arten und ihre Biotope.

Mittlerweile gibt es Hoffnung:
Der Steinkauz (Athene noctua) konnte seinen Brutbestand seit 1992 von 6 auf 19 Paare verdreifachen. Als charakterliche Art der strukturreichen Weinberge verdoppelte sich die Zahl der Wiedehopfe (Upupa epops). Internationale Zusammenarbeit mit dem privaten Naturschutz ist nötig, um die Lebensräume des Rotkopfwürgers (Lanius senator) zu retten und ökologisch aufzuwerten

 


 

Karte Rheinebene